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Symptome
AllgemeinesUneinheitlichkeit des BeschwerdebildesHistamin erfüllt in unserem Körper zahlreiche Funktionen. Deshalb kann bei einer Histamin-Intoleranz eine besonders breite Palette von Symptomen auftreten, die unterschiedliche Organsysteme betreffen können. Nicht jeder Betroffene zeigt die gleiche Symptomatik. Jeder scheint seine persönlichen Schwachstellen zu haben, bei denen sich Beschwerden früher manifestieren als im übrigen Körper. Meist leiden Betroffene an sehr vielen der nachfolgend aufgeführten Beschwerden, gleichzeitig oder abwechslungsweise. Es können aber auch nur wenige oder oder nur ein einzelnes der für eine Histamin-Unverträglichkeit typischen Symptome auftreten, beispielsweise ein isolierter Kopfschmerz. Einige Beschwerden sind chronisch oder sehr häufig, andere treten vielleicht nur sporadisch auf. Die Symptome sind so unterschiedlicher Natur, dass Betroffene oft nicht auf die Idee kommen, dass das alles miteinander zusammenhängt und einen einzigen Auslöser hat. Schweregrad der ErkrankungDer Schweregrad kann sehr unterschiedlich sein. Leicht Betroffene oder auch Gesunde bemerken vielleicht nur in Extremsituationen Symptome, beispielsweise nach dem Genuss schwerer üppiger Mahlzeiten in Kombination mit Alkohol oder Medikamenten. In schweren Fällen mit nur sehr wenig Restaktivität der Histamin abbauenden Enzyme können Betroffene sehr stark in ihrer Lebensqualität und in der Ausübung eines Berufes eingeschränkt sein. Viele Betroffene sind, solange sie die Erkrankung noch nicht kennen und behandeln, ständig ein bisschen am Kränkeln. Sie haben einmal dies, einmal das, sind aber nicht richtig krank (im Sinne von Arbeitsunfähig), sondern können ein einigermassen normales Leben führen. Unspezifische SymptomeWichtig: Bei den hier aufgezählten Symptomen handelt es sich zumeist um unspezifische Symptome, für die auch viele andere mögliche Ursachen in Frage kommen. Es ist deshalb immer auch abzuklären, ob nicht auch andere Krankheiten in Frage kommen können (Differentialdiagnostik). Es ist nicht möglich, eine HIT anhand der Symptomatik zu diagnostizieren. Leidet ein Betroffener aber immer wieder unter einzelnen der aufgeführten Symptome, ohne dass ein klarer Auslöser erkennbar ist, sollte eine HIT in Betracht gezogen werden. Siehe auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen! Symptome der Histamin-IntoleranzAufzählung ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgezählt werden auch Symptome, die häufig von Betroffenen genannt werden, die aber nicht eindeutig direkt mit der Histamin-Unverträglichkeit in Zusammenhang gebracht werden können. Verdauungstrakt, Magen-Darm-TraktAm häufigsten treten bei einer Histaminintoleranz akute oder chronische Magen-Darm-Beschwerden auf. Diese Beschwerden werden oft als unspezifisch bezeichnet, da die oft sehr umfangreiche Diagnostik keinen krankhaften Befund zeigt. Man spricht von einem Reizmagen bzw. einem Reizdarm. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Nahrungsmittelaufnahme und den Symptomen ist nur schwer zu erkennen. Das liegt daran, dass die Nahrung frühestens nach 4 bis 6 Stunden den Darm erreicht und es erst dann zu Beschwerden kommt. Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Bauchweh, Magenstechen, Magen- und Darmkrämpfe Häufig oder chronisch Durchfall, morgendliche Durchfälle, Histamin erhöht die Motilität der Darmbewegungen, wodurch der Nahrungsbrei den Darm schneller als normal durchläuft und wegen der verkürzten Aufenthaltszeit nur unvollständig verdaut werden kann. Sodbrennen, Magenbrennen, aufstossende Magensäure (gastroösophagaler Reflux) Entzündliche Magen- oder Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom Übelkeit, Erbrechen Seekrankheit Chinarestaurantsyndrom (umstritten) Symptome, die einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) ähneln Herz-KreislaufsystemBlutdruckabfall, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Herzrhythmusstörungen ("Herzstolpern"), Tachykardie (Herzrasen, Erhöhung der Herzfrequenz), Herzklopfen (Palpitationen, Erhöhung der Schlagkraft des Herzens über Freisetzung von Adrenalin) Haut, Schleimhäute, Atemwege"Dauerschnupfen", Anschwellen der Nasenschleimhaut, laufende Nase (Rhinitis, Rhinorrhö) speziell bei Einnahme von Mahlzeiten, auch unabhängig von Art und Histamingehalt der Mahlzeit, evtl. verstärkt durch Kälte/Rauch/Smog/Düfte Beim Nase Schnäuzen kann auch etwas Blut dabei sein (erhöhte Durchlässigkeit von Blutgefässen) Starkes Schwitzen, Schweissausbrüche, nächtliches Schwitzen, Schweissfüsse/-hände, Hitzewallungen Erröten des Gesichts nach Mahlzeiten ("Flush"), Hitzegefühl, Gesichtshaut fühlt sich leicht entzündet an Hautunreinheiten im Gesicht, Akne, Pickel, Mitesser, Talg-Überproduktion, fettige Haut Ausschläge, Hautrötungen, Juckreiz, Ekzeme, Nesselsucht (Urtikaria) Juckreiz (z.B. juckende Kopfhaut, juckende Impfnarben) Physikalische Reize wie zum Beispiel Kratzen, Schläge oder Wärme lösen Rötung/Hautausschlag und Juckreiz aus Oberarme übersät mit kleinen roten Pünktchen/Pickeln, vereinzelt verhornt oder eitrig (Keratinisierungsstörungen), evtl. Zusammenhang mit Pollenallergien? An den Händen brennende/schmerzende Entzündungen/Bläschen/Knötchen/Schwielen "Sonnenallergie": Haut wird an der Sonne schnell rot, am Folgetag ist aber der "Sonnenbrand" wieder weg. Trockene Lippen Chronischer Husten, ständiger Hustenreiz, trockener Reizhusten, Bronchitis, gereizte Bronchien Auswurf: zäher Schleim zum Abhusten, häufiges Räuspern, evtl. auch Stimmbänder belegt, besonders nach üppigen Mahlzeiten (ähnlich einer Mukoviszidose) Ödeme (=Schwellungen auf Grund von Flüssigkeitsansammlungen im interstitiellen Gewebe), z.B. geschwollene Augenlider, Wasser in den Beinen NervensystemHistamin ist an der Regulation des Schlaf-Wach-Zyklus beteiligt und ist ein Neurotransmitter. Wird der Körper mit Histamin überschwemmt, kann dies auch zu vielfältigen neurologischen Symptomen führen. Insbesondere bei einer HIT vom Typ HNMT stehen die neurologischen Symptome im Vordergrund. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafprobleme gehören aber auch bei einer HIT vom Typ DAO zu den typischen Symptomen. Kopfschmerzen, Migräne, Druckgefühl im Kopf, Schwindelgefühl Müdigkeit, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Erschöpfungszustände Schlaflosigkeit, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, nur oberflächliches Dösen ohne Tiefschlaf, Traumlosigkeit Konzentrationsstörungen, Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit, Langsamkeit Vergesslichkeit, eingeschränktes Abrufen von Erinnerungen Lärmempfindlichkeit, Suchen von Ruhe und Ereignislosigkeit, Anfälligkeit für Reizüberflutung Stressanfälligkeit, verminderte Belastbarkeit, Burnout-Gefühl (Gefühl von geistiger / nervlicher Erschöpfung oder Überarbeitung) Nervosität (auch ohne äusseren Anlass), Unruhe, Kribbeln, Gefühl einer Koffein-Überdosis Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen, Zittern, verkrampfte Kiefermuskulatur, Zähneknirschen, abgeschmirgelte Zähne Symptome wie bei einer leichten Vergiftung mit einem Nervengift Melancholie, Traurigkeit, Weinerlichkeit, depressive Verstimmungen, Depressionen (oft ohne erkennbaren Grund) Suizidgedanken Persönlichkeitsveränderungen, evtl. weitere psychische/neurologische Störungen HormonsystemMenstruationsbeschwerden: Dysmenorrhoe (=Regelschmerzen, Menstruationsschmerzen), Zyklusstörungen Entwicklungsstörungen, Gedeihstörungen Entzündungsanfälligkeit, ImmunsystemErhöhte Infektanfälligkeit, häufig krank Erhöhte Entzündungsanfälligkeit, entzündliche Bereiche Halsschmerzen Heiserkeit Grippeähnliche Symptome ohne klaren Krankheitsausbruch, andauerndes Krankheitsgefühl, Gliederschmerzen Nebenhöhlenentzündungen (=Sinusitis): Stirnhöhlenentzündung, Kieferhöhlenentzündung, Entzündungen anderer Nebenhöhlen wie Keilbeinhöhle oder Siebbeinhöhle Herpes simplex labialis (Lippenherpes, Fieberblasen) oder herpesähnliche Symptome (z.B. nicht abheilende Hautrisse) Lymphknoten permanent geschwollen oder schmerzend Klossgefühl im Hals Husten, ständiges Hüsteln, besonders in Stresssituationen Bindegewebsentzündung: Gewebestellen unter der Haut mit Entzündungsschmerz oder Druckempfindlichkeit Im Kopf schmerzhaftes Entzündungs-, Hitze- und Druckgefühl, chronische (nicht bakterielle) Entzündung des Gehirns (chronische Enzephalitis = Gehirnentzündung) Schmerzende/brennende Harnblase, Harndrang, häufiges Wasserlösen (ähnlich wie bei bakterieller Blasenentzündung) Augenbindehautentzündung, gerötete kratzende Augen In den Augeninnenwinkeln oder in den Mundwinkeln sammelt sich gelbweisses Material Schleiersehen, getrübter Blick Entzündliche rheumatische Erkrankungen, Gelenkrheuma (z.B. Fingergelenkrheuma) Weichteilrheuma: z.B. Sehnen- oder Gelenkprobleme, Rückenschmerzen: Rückenmuskulatur schmerzt ähnlich wie Zerrung/Muskelkater (Muskelrheuma, Muskelentzündungen) Zeitweise auftretende Zahnschmerzen, Weisheitszähne entzündet ErnährungAlkoholische Getränke nicht oder nur in kleineren Mengen verträglich Heisshungerattacken Vitamin-/Nährstoffmangelzustände (Eisenmangel, Vitamin B12-Mangel) wegen gestörten Aufnahmemechanismen des gereizten/entzündeten Darms DiversesEin andauernd entzündeter, gereizter und geschwächter Körper reagiert möglicherweise sensibler auf geringfügige Umwelteinflüsse, die einem Gesunden unbemerkt bleiben. Wetterfühligkeit? Elektrosensibilität (Empfindlichkeit auf Elektrosmog)? Empfindlichkeit auf Erdstrahlen, Wasseradern, Kraftpunkte, Gitterstrukturen und andere Phänomene der Radiästhesie?
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Nach oben Aktualisiert am 13.04.2010, (c) Copyright 2009 by SIGHI | Spendenkonto: 85-386246-4 | Wichtige Hinweise |