![]() | Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI) |
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| ErfahrungsberichteAnhand von konkreten Fallbeispielen soll hier veranschaulicht werden, wie Betroffene diese Krankheit aus ihrer Sicht wahrnehmen und wie sie sich damit arrangieren. Möchten Sie unseren LeserInnen Ihre Rückschläge und Erfolgserlebnisse mitteilen und erzählen, wie diese Krankheit Ihren Alltag prägt? Gerne veröffentlichen wir hier Ihren Erfahrungsbericht in anonymisierter Form, so dass keine Rückschlüsse auf Sie und Ihr Umfeld möglich sind. Die Berichte zeigen auch schön die Vielseitigkeit und Uneinheitlichkeit des Krankheitsbilds der Histamin-Intoleranz auf. Hierunter befinden sich auch Fallberichte von Betroffenen, die sich dem Typ HNMT zuordnen. Fallbericht vom 9.12.2011(weiblich, 64 J., Selbstdiagnose: HIT vom Typ HNMT) Vorgeschichte: Ab Mitte dreissig Abschwächung vieler dieser Symptome, das Asthma verschwand fast ganz, nur die Stauballergie blieb gleich virulent, Tendenz zu Nasenobstruktion und Nebenhöhlenproblemen nach wie vor vorhanden. Obwohl diese "Story" nicht nach einem "glücklichen Leben" tönt, nehme ich mich im Rückblick nicht als "unglücklichen Menschen" wahr. Mein subjektives Gefühl war dasjenige eines "gesunden Menschen"!! Ich war (und bin) eher ein suchender Mensch, der sich auf therapeutischen Wegen in einen Wandlungsprozess einliess, den ich nicht primär aufgrund eines Bedürfnisses nach Körperheilung (an mein körperliches Beschwerdebild hatte ich mich ja gewöhnt…), sondern vielmehr als Bewusstseinserweiterung und als Lern- und Wachstumsprozess wahrnahm. Nach dem (relativ frühen) Klimakterium blieben Hitzewallungen bis heute bestehen, ich nehme sie jetzt auch als Symptom auf "falsche Nahrung" wahr. Wegen jahrelanger Tendenz zu Blähungen (sonst kaum bis wenig Verdauungsbeschwerden) Beginn aufs Geratewohl mit Lactrase, welches die Blähungen sozusagen zum Verschwinden brachte (Annahme einer Lactose-Intoleranz). Letzte Jahre bis jetzt: Mit dem Burnout begann die Dauermedikation mit Blutdrucksenkern aufgrund von nicht krankheitsbedingtem extremem Bluthochdruck (vegetativ): Sämtliche ärztliche (z.B. kardiologische) Kontrolluntersuchungen (auch Laborbefunde) bestätigten mir immer, dass ich abgesehen von den damaligen Blutdruckwerten, die sich unter den Medikamenten eingependelt haben (und jetzt auch manchmal zu tief hinunterrutschen) "kerngesund" bin!! Mein Vorgehen nach einem ersten starken Widerstand: Ich begann die Eliminationsdiät mehr oder weniger konsequent und hatte das Gefühl, dass mein Körper jetzt viel schneller auf alles zu reagieren begann, was er nicht erträgt (oder ich spürte es jetzt einfach erst richtig, da ich mich bezüglich Körperreaktionen jahrzehntelang übergangen hatte). Ich sah deutlich, dass ich - wie ich es momentan beurteile - nur auf Histaminliberatoren und/oder auf "andere biogene Amine" reagiere und nicht auf Histamin selber, ebenso wenig auf Blocker der Diaminoxidase. Bei der Einnahme von Daosin merkte ich keinerlei Wirkungen. Zu diesem Zeitpunkt machte mich eine Bekannte auf den Typ HNMT aufmerksam. Generell fühle ich mich wohler mit der neuen Art zu essen, körperlich und stimmungsmässig. Natürlich bin ich immer noch am Testen und Ausprobieren und Forschen, habe ich diesen Weg doch erst seit kurzer Zeit eingeschlagen. Ich realisiere erst im "AHV-Alter", wie wichtig Ernährung für den Menschen ist!! - und bin froh, endlich mit der Nase auf dieses wichtige Thema gestossen worden zu sein. Fallbericht vom 21.01.2011(männlich, 40-50 J., Diagnose: HIT) Vorerst ein grosses Kompliment an die von Ihnen erstellte HIT Webseite, ich finde sie extrem informativ und hilfreich! Selbst der Allergologe Dr. M., den ich vor einigen Monaten wegen HIT Verdacht aufsuchte, ist begeistert. Ich habe selbst den Eindruck gewonnen, dass viele Ärzte dieses Krankheitsbild nicht kennen rsp richtig verstehen. Ich habe meine HIT bei einer Ernährungsumstellung im vergangenen Frühling entdeckt: Nach einem arbeitsbedingten Erschöpfungszustand vor rund einem Jahr kam ich trotz ausreichender Erholung nicht wirklich wieder "auf Touren", weshalb ich mich für eine Ernährungsumstellung entschied, die von einem Metabolic Typing Spezialisten begleitet wurde. Mir ging es nach wenigen Tagen der Ernährungsumstellung sehr viel besser, ich hatte wieder Geruchssinn und fühlte mich nicht mehr derart erschöpft. Innert 2 Monaten habe ich ca. 7-8 kg an Gewicht reduzieren können. Kurz danach trank ich im Ausgang ein Weizenbier, das bei mir üblicherweise "schön schläfrig machte". Diesmal aber ereilte mich am nächsten Tag ein schier unerträgliches, migräneartiges Kopfweh. In der Apotheke erzählte ich dieses Erlebnis, wobei mir der Apotheker einen Artikel aus einer Fachzeitschrift mit der Beschreibung der HIT Symptomatik kopierte. Als ich diese las, ist mir wie "Schuppen von den Augen gefallen", was meine langjährige Krankheitsgeschichte auf sich hatte: Ich litt an Herzrhythmusstörungen (welche als Extrasystolen auf einen Magnesiummangel zurück geführt wurden), an einer hohen Anfälligkeit auf Erkältungskrankheiten sowie in den letzten zwei Jahren "rezidivierende Nebenhöhlenentzündung". Zudem verspürte ich nach ca. 2 Wochen ohne sportliche Betätigung eine Art "Hormonstau" (Angespanntheit, Kribbeln, Aggressionslevel), den ich nur mittels 1-2 Std. joggen wieder egalisieren konnte. Lange vermutete ich, vielleicht den Stress als Selbständiger nicht genügend bewältigen zu können. Gerade nach intensiven Arbeitsphasen - ich arbeite viel und bin engagiert - ereilte mich öfters eine Traurigkeit, die ich nicht direkt als Depression, aber als Zeichen des Körpers verstand, einen Gang runter zu schalten. Inzwischen sehe und verstehe ich die Dinge sehr viel klarer, insbesondere auch dank Ihren Informationen zu den Histaminabbauprozessen, was einerseits sehr hilfreich ist, mich andererseits aber ebenso nachdenklich macht, denn es scheint, dass ich womöglich bereits über 25 Jahre an HIT leide, wenn ich an Symptomatikepisoden denke, die mich bereits im Alter ab ca. 16 Jahren ereilten. Und ich denke, dass mich diese körperlich-seelischen Verstimmungen im psychosozialen Verhalten ziemlich geprägt haben (Rückzugs-/Isolationsverhalten). Jetzt geht es quasi darum, einen neuen Lebensstil zu finden, und das im Alter von Mitte vierzig (ironischerweise wollte ich Mediziner werden und mich in psychosomatischer Medizin vertiefen). Es muss nun eine Art Schicksalsbearbeitung stattfinden. Gleichwohl sage ich mir, dass eine gesunde Ernährung ein wichtiger Eckpfeiler für die Lebensqualität darstellt. Ich habe diese Zeilen in einer Art "Befreiungsgefühl" geschrieben. Gerne freue ich mich, aktives Mitglied in der SIGHI zu werden und einen kleinen Teil zur Aufklärung beitragen zu helfen. Hier der Vollständigkeit halber noch einige Ergänzungen: Erste Symptomatiken im Alter um 15-16 waren bei mir "nervöse Verdauungsstörungen", die erst auf eine Art "Ängstlichkeit" nach dem Uebertritt ins leistungsdominierende Gymi wahrgenommen wurden. Ich litt damals öfters unter unklaren Angstzuständen und isolierte mich ziemlich stark sozial. Der Hausarzt verschrieb damals eine Art Medikament zur Regenerierung des Verdauungstraktes im Stil von "wenn sich nicht alles verdauen lässt" (ich glaube eine Art Unterstützung der Magensäureproduktion). Das Problem der "nervösen Verdauungsstörung" war damit nicht behoben. Erste Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen) machten sich ca. um die 20 bemerkbar, teils abwechselnd mit asthmaartigen Kurzsequenzen. Mit ca. 26 liess ich mich am Unispital ZH auf mögliche Allergien, auf die Lungen- und die Herzfunktion (Belastungs EKG) testen. Nachdem ich keinerlei Allergiereaktionen zeigte (auch heute auf keinerlei Stäube, Pollen, Lebensmittel), vermutete man ein Belastungsasthma, was sich aber auch nicht als solches herausstellte. Auch die Herzleistung war mehr als intakt. Interessant dabei: Der frühere Hausarzt empfahl mir joggen als emotionale Entspannungsmöglichkeit. Ich joggte damals beinahe täglich, d.h. durch die Anregung des Herz-Kreislaufsystems konnte ich offenbar den Histaminüberschuss schneller wieder abbauen, weshalb es mir in den bewegungsintensiveren Lebensphasen deutlich besser ging. Mit ca. 30 war ich infolge Job und berufsbegleitender Weiterbildung erschöpft. Ich erkrankte an einer starken Grippe und erholte mich monatelang nicht mehr so richtig. Der damalige Hausarzt verschrieb mir dann ein leichtes Antidepressivum, das mir verhalf, psychisch ausgeglichener zu sein. Ich stellte fest, dass es mich stabilisierte und ich in der Folge mit genügend Bewegung und diesem Medikament eine gute Lebensqualität erhielt. Nachdenklich machte mich nur, dass ich mich immer fragte, woher die "psychische Instabilität" herrührte und wo ich meinen Lebensalltag/-stil verändern müsste. Ich habe immer wieder Vitaminpräparate genommen und auf den Säure-Base Haushalt geachtet, wobei ich feststellte, dass mir die regelmässige Vitaminzufuhr gut tut (Berocca, Supradyn mit Ginseng). Und: Ich war schon immer Fan von Vollwertkost und konnte mir auf die Frage nach einer "gesunden Ernährung" kaum Vorwürfe machen. Auf das alles habe ich heute nun auch eine Antwort... Ebenfalls eine Antwort habe ich heute für immer wieder einmal auftretende Wadenkrämpfe, die ich vorher dem Joggen mit unzureichendem Dehnen zuschrieb. Mit Magnesiumzufuhr konnte ich diese als auch das "Herzstolpern" recht gut lindern. Aber offenbar nur solange, wie es wieder zu einer Histaminschwemme über die Ernährung kam. Tja, ich erkenne heute nach 25-jähriger unspezifischer Leidensgeschichte alle die Zusammenhänge, die mit der HIT in Verbindung stehen. Und ich bin daran, den Mut zusammen zu nehmen, um meinem Leben eine neue Qualität zu ermöglichen: Ausgewählte Ernährung, Bewegung, Vitamine und fallweise medikamentöse Unterstützung. Ich bin mir inzwischen auch im Klaren, dass bei mir beide Abbauprozesse über DAO und HMNT beeinträchtigt sein müssen. Nach falscher Ernährung erlebe ich erst Hitzewallungen und Schweissausbrüche (welche ich übrigens einer Elektrosmogunverträglichkeit zuschrieb, da ich öfters in Räumen mit WLAN arbeite), später folgt die "psychische Abgeschlagenheit" (die ich eher der Ueberarbeitung zuschrieb). Ueber eine längere Arbeitsbelastung hinweg erlebe ich mich bisweilen "innerlich aggressiv". Einzig Bewegung bringt dann wirklich Linderung. Und ich frage mich, ob bei mir der Enzymdefekt genetisch prädisponiert ist, da die Symptomatik in der Pubertät (bereits) zum Tragen kam. Fallbericht vom 14.01.2011(weiblich, >40 J., Diagnose: Schilddrüsen-Überfunktion, Rosacea, HIT vermutet) Eigentlich sollte ich ja meine Krankheit schon lange kennen, denn meine Mutter hatte schon an den gleichen Beschwerden gelitten wie ich, doch hat man leider zu ihrer Zeit bis zu ihrem Tode nicht herausgefunden, was sie hatte. Ich hatte zwar als Kind immer wieder Beschwerden, welche ich oder meine Eltern dann aber anderen Dingen zugeschrieben hatte. So litt ich dann in der Pubertät auch sehr an Menstruationsbeschwerden. Da ich dann aber so ab 18 Jahren in einer Hafenstadt gelebt habe und mich hauptsächlich von frischem Fisch ernährt habe, ist meine Krankheit etwas in den Hintergrund getreten. Auch sonst habe ich das Gefühl, dass das Meeres-Klima die Beschwerden der Histamin-Toleranz eher etwas lindert, denn in meinen Ferien in Spanien am Meer geht es mir immer besser. Als ich dann aber vor rund 20 Jahren in die Schweiz gekommen bin und hier geheiatet habe, wurde mir meine Krankheit zum ersten Mal so richtig bewusst. Denn die Schweizer wollten mir dann ihre guten Käse-Speisen (Fondue, Raclette) schmackhaft machen. Es hat mir ja auch sehr geschmeckt, aber nachher musste ich immer sehr leiden. Natürlich ist auch jeder Schweizer stolz auf die gute Schokolade, welche es hier gibt. Zwar schmeckte mir auch diese sehr, aber eben auch nach diesem Genuss musste ich sehr leiden. Auch die schöne Gewohnheit der Schweizer, mal ein gutes Glas Wein zu trinken, konnte ich leider auch nicht geniessen. In den folgenden rund 15 Jahren lernte ich dann mit meiner Krankheit zu leben. Das heisst, dass ich grösstenteils auf die Ernährung von histaminhaltigen Produkten verzichtet habe, aber ich habe keine strikte Diät eingehalten. Bei Restaurant-Besuchen oder bei Einladungen bei Freunden liess es sich sich oft nicht vermeiden, auf histaminhaltige Produkte zu verzichten. Ausserdem musste ich mir ja auch das Know-How aneignen, um zu wissen, was ich nicht essen sollte, denn eine Bezeichnung auf den Verpackungen, wie bei anderen Nahrungsmitttel-Intoleranzen gibt es ja leider bei Histamin-Intoleranz nicht. Nun aber in den letzten 4 Jahren treten vermehrt Beschwerden auf, welche mich erschrecken. Vor 2 Jahren wurde bei mir eine Ueberfunktion der Schilddrüse diagnostiziert. Vor 1 Jahr bin ich an einer starken Depression erkrankt, welche sich jetzt aber in der Zwischenzeit wieder verbessert hat. Ich habe aber auch Schwierigkeiten mit meinen Fingernägeln gehabt, welche wegen Mineralien-Mangel sich verfärbt haben und teilweise ausgefallen sind. Zur Zeit stimmt etwas mit den Bronchien nicht, denn ich leide an richtigen Asthma-Anfällen, welche sich aber legen, wenn ich ein Antihistaminikum einnehme. So muss ich annehmen, dass auch diese Beschwerden einen Zusammenhang mit der Histamin-Intoleranz haben. In den letzten Monaten habe ich nun auch unerklärliche Pickels in der Nase und teilweise auch im Gesicht. Man sagte mir, dass dies Rosacea sei. Diese unerklärlichen Beschwerden erschreckten mich derart, dass ich dahinter sehr ernsthafte Erkrankungen vermutete und nicht auf die Idee gekommen bin, dass es einen Zusammenhang mit meiner Histamin-Intoleranz hat. Ich konsultierte deshalb Arzt um Arzt, aber immer wieder mit folgendem Ausgang: "Wir finden nichts. Ihre Beschwerden müssen psychischer Natur sein." Selbst meine Depression wurde als psychosomatische Depression bezeichnet. Mein Ehemann sagt, dass wir für meine Arztbesuche in den letzten 4-5 Jahren etwa gleichviel bezahlen mussten, wie für den Erwerb eines Kleinwagens. Wenn alleine der Selbstbehalt der Rechnung so hoch war, dann war der Aufwand wohl für meine Krankenkassen noch einiges höher. Deshalb danke ich der Trägerschaft der Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI) für ihren Einsatz, welche sie für die Information über diese heimtückische und sehr schwierig zu diagnostizierende Krankheit macht. Ich hatte beim Studium ihrer Web-Seite www.histaminintoleranz.ch derart viele Aha-Erlebnisse und war sehr zufrieden, dass sehr verdrängte und peinliche Probleme (erhöhte Darmdurchlässigkeit), an welcher schon meine Mutter litt, plötzlich eine Erklärung hatten. Eine Infomation über diese Krankheit ist deshalb nötig, weil durch sie enstandene Krankheiten wie niedriger Blutdruck, Depression, Ueberfunktion der Schilddrüse usw. Beschwerden auslösen, welche zwar von den Aerzten behandelt werden, aber die eigentliche Ursache, nämlich die Histamin-Intoleranz wird sehr selten diagnostiziert. So warte auch ich noch immer darauf, dass ich von der Allergie-Station des Universitäts-Spitals die Diagnose "Histamin-Intoleranz" schriftlich erhalte. Fallbericht vom 27.12.2010(männlich, 60 J., Selbstdiagnose: HIT Typ HNMT, Serotonin- und Salicylatunverträglichkeit.) Als Kind litt ich permanent unter Bauch- Hals- und Ohrenschmerzen und musste mich bei längeren Autofahrten übergeben. Mit 17 kamen Kopfschmerzen, Konzentratiosstörungen und Kieferhöhlenzysten dazu. Mit 20 kamen Depressionen dazu. Mit 26 begannen Schlafstörungen und Hautjucken sowie Gelenksschmerzen. Mit 35 kamen Muskelsteifheit/Müdigkeit dazu. Mit 43 erster Aufenthalt in der Hautklinik. Keine Allergie. Mit 46 chronischer Erschöpfugszustand, Schlaf und Haut gestört, wieder Antidepressiva und Esuco (Neuroleptikum). Es folgten unzählige Diäten und "alternativmedizinische" Behandlungsversuche (Akkupunktur, Homöopathie, Geistheilung, Naturheilkunde) ohne Erfolg. Mit 54 Frühpensionierung wegen Arbeitsunfähigkeit (ich war klinischer und Gesundheits- Psychologe, Psychotherapeut, Supervisor). Mit 56 brachte eine konsequente Panchakarma Ayurvedakur in Indien eine weitere Verschlimmerung. Mit 57 brachte eine 9 wöchige TCM und tibetische Kräutermedizinbehandlung einer 3-fach qualifizierten tibetischen Fachärztin die totale Krise. Es folgten Untersuchungen auf Parasiten, Porphyrie, ...; alles ohne Befund. Seither: UVB 311nm Lichttherapie bei unerträglichem Juckreiz 2mal jährlich Mit 58: Eine Alternativ-Allergologin stellt Histaminintoleranz fest sowie Belastung durch Eppstein-Barr Viren und Chlamydien. Mit 6o: Nach einer Harnverhaltung erfolgt eine Durchuntersuchung (ohne Befund). Ein Chirurg stellt eine Hiatushernie fest und rät zur Funduplikation. Weitere Untersuchungen ergeben, dass das letzte Drittel der Speiseröhre disfunktional ist, der Schliessmuskel aber intakt. Die eingeleitete Protonenpumpenhemmertherapie bringt einen Dauerhustenreiz und Verdacht auf Asthma. Beim Histamin-Provokationstest des Lungenarztes erlebe ich dann die schlimmste Krise bisher; sie dauert 7 Tage. Diagnose: hyperreagibles Bronchialsystem Weitere Untersuchungen (Immunologie, Endokrinologie, Gastrologie, Pulmonologie Primar Wurzinger) erhärten die [Nachtrag im Dez. 2011: Heute halte ich strikte Diät und erreiche damit zwar eine Verbesserung, aber keine zufriedenstellende Beschwerdefreiheit. Das Experimentieren mit etlichen Antihistaminika und anderen Medikamenten (ärztlich begleitet), um die chronischen Histaminsymptome unter Kontrolle zu bringen, habe ich inzwischen aufgegeben. Kurzfristig halfen sie, langfristig eingesetzt hatten alle ihre Wirkung allmählich verloren. Ich setze sie deshalb nur noch im Notfall ein.] Die letzte "Ärzte-Horror-Story" (davon hab ich dutzende): Fallbericht vom 27.11.2010(weiblich, 45 J., Selbstdiagnose: HIT Typ HNMT) Nach der Lektüre Ihres Artikels zur chronischen Form der HIT bzw. zum HNMT-Typ möchte ich mich bei Ihnen vorstellen. Ich denke, dass ich mehr bzw. überhaupt der HNMT-Typ bin. Zumindest haben sich alle bisherigen grossen Fragen/Widersprüche aus den anderen Artikeln zu HIT (nur konzentriert auf Ungleichgewicht DAO und Histamin) mit der Lektüre Ihres Artikels gelöst. Sie finden im Weiteren folgende Abschnitte: 1) Erstes Auftreten der Symptome 1) Erstes Auftreten der Symptome Ich leide nun seit exakt 3 Jahren seit meinem 42. Lebensjahr an Urtikaria und nehme seit Anfang an Cetirizin, was mir ein Hautarzt damals verschrieb. Das erste Mal zeigten sich die Symptome (der "kratzende Pullover" vor allem am Rücken und Hals) auf einem Urlaub in Italien nach dem typischen Histamincocktail Käse + Rotwein nebst Tomaten..... Zu dieser Zeit hatte ich extrem grossen Beziehungsstress und hatte deswegen über Wochen kaum geschlafen. Mein Gesamtzustand war miserabel. Ich hatte bisher dieses Ausmass an STRESS als Auslöser meiner Dauerurtikaria verdächtigt. 2) Erste, zweite und dritte Arztkonsultation gleich am Anfang Ich bin sofort nach dem ersten Urtikariaausbruch mit grosser Besorgnis zum Hautarzt gegangen. Der Arzt meinte, dass die Urtikaria Tage, Wochen oder ein Leben dauern könnte. Man wisse nichts genaues über psychologisch ausgelöste Urtikaria. Er riet mir, für alle Fälle (nochmals) einen grossen Allergietest machen zu lassen. Vielleicht wäre meine Urtikaria doch auf eine Lebensmittel-Unverträglichkeit zurückzuführen (und dafür einen Allergietest zu empfehlen ist auch ein starkes Stück!) Und ausserdem solle ich mich nicht so haben (mit der Aussicht auf lebenslange Antihistamineinnahme), weil ich bisher mit 20 Jahren Heuschnupfen (6 Wochen im Jahr aber ebenfalls mit heute 1 Cetirizin pro Tag gut unterdrückbar) auch kein Problem gehabt hätte. Da ich einen Monat später umgezogen bin, habe ich eine weitere Hautärztin aufgesucht, die zugab, sich hier nicht auszukennen bzw. sagte sie, dass man hier vor einer grossen Unbekannten stünde. Sie hat mich an das vermeintlich kompetente Inselspital zum Allergietest (schon wieder Allergietest!) überwiesen, was ich befolgt habe. Es kamen exakt die gleichen Allergietest-Resultate heraus wie 5 Jahre zuvor. Kein Hinweis auf Druck-Intoleranz oder weitere Allergieauslöser ausser Frühblüher und Birkenpollen. Ich bekam zudem im Abschlussgespräch die Empfehlung, ich solle mich ggf. besser eincremen. Und ansonsten habe man eher den Eindruck, dass ich mir da etwas einbilden würde. Ich hatte einiges Geld ausgegeben, eine freche Empfehlung bekommen; JEDOCH nicht weiter gekommen. Deshalb hatte ich fast drei Jahre mit der ununterbrochenen Einnahme von Cetirizin gelebt. Für die Ärzte liegen 2 bis 3 Cetirizin pro Woche offensichtlich unter der Wahrnehmungsschwelle und sie hatten ja eh alle keine Ahnung. 3) Neue Recherchen jetzt nach 3 Jahren Beschwerden (trotz Cetirizin) - Verdacht: Typ HNMT Eher durch Zufall habe ich die Recherchen in Buchhandel und Internet zum Thema Histamin vor ca. 14 Tagen aufgenommen. Es war für mich von Anfang an klar, dass meine Beschwerden auf einen Histamin-Überschuss zurückzuführen sein müssen, da Cetirizin deutlich hilft. Bis gestern bin ich während meiner Recherchen nur auf das Ungleichgewicht von DAO und Histamin gestossen. Deshalb blieben für mich diese Fragen offen: Ich habe nur feststellen können, dass Alkoholgenuss (Ich trinke i.d.R. nur Weisswein; weniger auch mal Bier); vor allem vor dem Essen begonnen und auf ½ bis 1 Flasche am Abend konsumiert, die Einnahme von Cetirizin unbedingt vor der Frist von 2 bis 3 Tagen sofort erforderlich macht. 4) Symptome vor Beginn einer (nicht ganz strikten) Eliminationsdiät Ich habe nur Urtikaria und bin tendenziell etwas "nervöser" während der eigentlichen Nachtruhe zu den Morgenstunden hin, wenn ich ca. 2 Tage keine Cetirizin genommen habe. Das heisst, ich schlafe dann ggf. nur 5 bis 6 h. Ich wache also früher auf. Mit dem Einschlafen gibt es keine Probleme. Die Normalschlafzeit hat bei mir knapp 7,5 h (vor dem ersten Urtikaria-Ausbruch) betragen. Wenn ich die Cetirizin am Abend einnehme, kann ich von einer ganz fest und für diesen tiefen Non-Stopp-Schlaf langen Nacht von bis zu 9,5 h ausgehen. Zu Anfang (vor 3 Jahren) hatte ich noch 1 Tablette pro Tag eingenommen. Ich hatte mich mit der Zeit mit den Nesselreaktionen sozusagen zu versöhnen genötigt...bzw. ist es insgesamt "besser" geworden; aber immer nur bis maximal zum 3. Tag nach der letzten Cetirizin-Einnahme. Ich habe das Gefühl, dass es dann (ab Tag 2 oder 3) von allein nicht besser wird. Ich war allerdings immer bemüht, noch länger als 2 oder 3 Tage ohne Cetirizin auszukommen. Habe jedoch immer wieder aufgegeben, um dann zur Ruhe (keine Beschwerden und super Schlaf) zu kommen.Da ich nicht wusste, dass man mit bestimmten Lebensmitteln regelrechte Histaminbomben zu sich nimmt, hatte ich offensichtlich - vor allem mit einem reichlichen Konsum an hartem, gereiftem Käse der Emmentaler Art - immer gut für Histaminnachschub gesorgt. 5) Symptome bei einer (nicht ganz strikten) Eliminationsdiät seit 10 Tagen Nach den ersten Recherchen zu HIT, habe ich sofort jeden Hartkäse zu 100%, Schokoladen-Erzeugnisse zu 90%, Weizen und Hefeerzeugnisse zu fast 100% abgesetzt, vermeide zu 80% dieObst- und Gemüsesorten, die selbst Histamin oder andere biogene Amine enthalten oder die DAO hemmen.Ich trinke statt ca. 4 Mal pro Woche nur noch 1 Mal (und dann nur nach dem Essen) möglichst trockenen Weisswein. Obwohl ich nicht ganz strikt auf die vermutlich eingenommenen Histamin-mg nachrechne. Ich trinke allerdings noch ganz normal täglich ca. 5 Nespressokapseln in der Form von Cappucino. Ich bin nicht Beschwerde-frei; komme jedoch jetzt mit der Einnahme von ½ Cetirizin alle 2 bis 3 Tage aus.Ich werde auf jeden Fall versuchen, die Beschwerde-verdächtigen Nahrungsmittel noch weiter zu eliminieren. An meiner Selbstdiagnose Typ HNMT wird das sicher nichts mehr ändern. Fallbericht vom 16.10.2010(weiblich, ohne Altersangabe, Selbstdiagnose: HIT Typ HNMT) Zuerst einmal Lob an diese Plattform; keine andere Seite ist informativer als diese!! Viele Dinge sind mir erst klar geworden nach Durchlesen Ihrer Seiten, vielen Dank dafür! Vermutlich gehöre ich zum Kreis der von der "chronischen HIT" betroffenen. Und vermutlich besteht die HIT bei mir schon viele Jahre, aber nicht mit dauernden Beschwerden. Ich erinnere mich an die erste Entgleisung vor 12 Jahren nach einem Erdbeer-Coctail. Durchfall, Kreislaufkollaps und ein Burn-Out mit Depression waren die Folgen. Danach die übliche Prozedur, von Arzt zu Arzt, von Untersuchung zu Untersuchung, bis hin zur Psychotherapie. Geblieben sind einige Jahre Panik-Attacken und die Neigung zu Verstopfung. Generell waren die Symptome im Sommer schlimmer, Durchfall und Verstopfung im Wechsel. Neurodermitische Schübe immer wieder, seit 3 Jahren vermehrt, sowie eine Dysmenorrhoe (kurze Intervalle, Schmierblutungen). Seit 2 Jahren dann auch Urticaria (im Sommer) und heuer im Mai so zu sagen die Entgleisung (habe unwissend zwei mal Sauerkraut hintereinander gegessen, das noch dazu abgelaufen war...). Zuerst Fructose und Lactose-Tests, beide positiv, dann die HIT bestätigt, allerdings mit einer normalen DAO von 28. Nach einer wirklich strengen Diät (mit Fehlern am Anfang...), Antihistaminika und einer Darmsanierung sind alle Symptome (Schuppen, trockene ekzematöse Hautstellen, Schleim (bronchial), Blähbauch, Durchfall, Müdigkeit, Haarausfall) weg. Die Urticaria war das Hauptsymptom und ziemlich massiv, die Einnahme von Aerius hat aber erst nach ca. 3 Tagen gewirkt und auch nur sehr langsam. Ich habe bemerkt, dass nach histaminhältiger Nahrungsaufnahme die Symptome erst nach 18 bis 24 Stunden aufgetreten sind, sich auch nach Einnahme des Aerius noch gesteigert haben (Quaddelbildung, Ödeme) und erst nach Tagen abgeklungen sind. Ein Chinesiologe hat mir jetzt eine Colitis "diagnostiziert", die eine Mykose als Ursache hat und die Intoleranzen als Symptome. Ich trinke Eisenkrauttee und mache eine Darmsanierung nach Hildegard von Bingen: Bärwurz-Birnenhonig, 4 Wochen lang. Das tut mir gut.
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