![]() | Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI) |
| Einleitung | Aktuell | Krankheit | Symptome | Diagnose | Therapie |
| Selbsthilfegruppen | Diskussionsforen | Tausend Fragen | Downloads | Links | Kontakt |
| Begriffserklärungen, Definitionen (Glossar)Alkoholessig (Branntweinessig, Weingeistessig)Begriffe: Alkoholessig ist in Deutschland und Österreich eher unter der Bezeichnung Branntweinessig oder Weingeistessig bekannt und wird zu den Gärungsessigen gezählt. Weiterführende Informationen: Amine (biogene Amine)Als Amine bezeichnet man organische Abkömmlinge (Derivate) des Ammoniaks (NH3), bei dem ein oder mehrere Wasserstoffatome durch Alkyl- oder Arylgruppen ersetzt sind. AminosäurenAminosäuren sind als eine Klasse organischer Verbindungen mit mindestens einer Carboxylgruppe (-COOH) und einer Aminogruppe (-NH2) definiert. Ihre bekannteste biologische Funktion ist die, dass sie die Bausteine der Proteine (Eiweisse, z.B. Enzyme) darstellen. Bisher sind 22 proteinogene (d.h. als Bausteine von Proteinen vorkommende) Aminosäuren bekannt, davon 20 sogenannt kanonische (d.h. durch Codons des genetischen Materials kodierte Standardaminosäuren). Darüber hinaus sind bisher rund 250 nicht-proteinogene natürlich vorkommende Aminosäuren bekannt, die biologische Funktionen haben. Weiterführende Informationen: Diaminoxidase (DAO)Synonyme: Diaminooxidase (Abkürzung: DAO), veraltet: Histaminase. Die Diaminoxidase (DAO) ist ein Enzym, welches spezifisch den Abbau von biogenen Aminen katalysiert. Es wurde benannt nach seiner Substratspezifität für Diamine (z.B. Histamin, Putrescin und Cadaverin). Beim Menschen wird es hauptsächlich im Darm, den Nieren und in der Plazenta produziert. Ein weiterer wichtiger Abbauweg für Histamin ist das Enzym Histamin-N-Methyltransferase (HNMT). Weiterführende Informationen: Eliminationsdiät (=Auslassdiät, Weglassdiät)Mit Eliminationsdiät ist eine Ernährungsweise gemeint, bei der eine Gruppe von Nahrungsmitteln, die aus einem bestimmten Grund zu meiden sind, konsequent weggelassen (=aus dem Speiseplan eliminiert) werden. In unserem Fall sind dies diejenigen Nahrungsmittel mit Histaminpotential. EnzymEnzyme (veraltet: Fermente) sind Proteine, die biochemische Reaktionen katalysieren (beschleunigen) können. Sie steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen im Stoffwechsel aller lebenden Organismen. Enzyme zeichnen sich durch hohe Substrat- und Reaktionsspezifität aus, d.h. unter zahlreichen Stoffen wählen sie nur die passenden Substrate aus und katalysieren genau eine von vielen denkbaren Reaktionen. Die meisten biochemischen Reaktionen würden ohne Enzyme in den Lebewesen nur mit vernachlässigbarer Geschwindigkeit ablaufen. Als Biokatalysatoren beschleunigen Enzyme biochemische Reaktionen, indem sie die Aktivierungsenergie herabsetzen, die überwunden werden muss, damit es zu einer Stoffumsetzung kommt. Durch nicht-kovalente Wechselwirkungen stabilisiert es den Übergangszustand, so dass weniger Energie benötigt wird, um das Substrat in den Übergangszustand zu bringen. Einfacher ausgedrückt: Das Enzym ermöglicht durch seine blosse Anwesenheit die Umwandlung der Substrate in die Reaktionsprodukte, ohne dass es dabei verbraucht wird. GärungsessigGärungsessig ist Essig, der durch Essigsäuregärung aus alkoholhaltigen Flüssigkeiten hergestellt worden ist. Das Schweizer Lebensmittelrecht definiert folgende Gärungsessigarten (Art. 434 LMV):
Nicht eindeutig sind die Sachbezeichnungen "Tafelessig" oder "Speiseessig". Hierbei kann es sich um Alkoholessig (verträglich), aber auch um Mischungen von verschiedenen (unverträglichen) Gärungsessigarten handeln (Art. 436 LMV). Nebst dem Gärungsessig gibt es noch die Essigsäure. "Essigsäure zu Speisezwecken" ist Essigsäure, die auf chemischem Weg hergestellt und mit Trinkwasser verdünnt worden ist. Sie darf einen Säuregehalt von höchstens 14 Massenprozent aufweisen. Bezeichnungen wie "Essig" oder "Essenzessig" ohne weitere Angaben sind nicht zulässig. Aromatisierende Zusätze sind gestattet (Art. 438 LMV). Weiterführende Informationen: Histamin-N-Methyltransferase (HNMT)Die Histamin-N-Methyltransferase (Abkürzung: HNMT) ist eines von zwei Enzymen, die Histamin abbauen können. Sie ist nebst der Diaminoxidase (DAO) der zweite wichtige Abbauweg für Histamin. Methyltransferasen sind Enzyme, die ihre Substrate methylieren. Wie der Name verrät, ist die HNMT demnach eine Methyltransferase, welche zur Methylierung von Histamin befähigt ist. Als Methylierung wird in der organischen Chemie der Transfer von Methylgruppen bei einer chemischen Reaktion von einem Molekül zum anderen bezeichnet. Die Methylgruppe ist eine der einfachsten Atomanordnungen in der organischen Chemie. Die Formel lautet –CH3. English nomenclature: Systematic name: S-adenosyl-L-methionine:histamine N-tele-methyltransferase Recommended name: Synonyms CAS registry number: 9029-80-5 Weiterführende Informationen: HistaminliberatorHistaminliberatoren sind Stoffe mit der Eigenschaft, in den Vesikeln von Mastzellen oder anderen Zellen gespeichertes körpereigenes Histamin unspezifisch freisetzen zu können. Anders als bei einer allergischen Reaktion verläuft die Freisetzung nicht schlagartig, sondern langsam und kontinuierlich, solange der Auslöser im Körper verbleibt. Die Symptome treten oft langsam mit einer zeitlichen Verzögerung von vielen Stunden auf. Auslöser sind eine Vielzahl verschiedener Stoffe aus unterschiedlichen chemischen Stoffgruppen. Vorkommen: in natürlichen Lebensmitteln, Medikamentenwirkstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe (einige Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel), Umweltfaktoren (Luftschadstoffe, Duftstoffe, Lösungsmittel, Umweltgifte, Stress, ...) HistaminpotentialEin Nahrungsmittel oder ein Stoff (z.B. Lebensmittelzusatzstoff, Medikamentenwirkstoff) hat dann Histaminpotential, wenn sich nach dessen Konsumation die Menge an im Körper frei verfügbarem Histamin merklich erhöht, oder wenn eine anderweitig verursachte Erhöhung verstärkt wird. Dies kann auf vielerlei Arten geschehen, z.B. Nahrungsmittel die histaminhaltig oder reich an anderen biogenen Aminen sind, Histaminliberatoren, DAO-Hemmer. Bei DAO-Hemmern und bei anderen biogenen Aminen als Histamin erfolgt keine direkte Erhöhung des Histaminspiegels; eine solche wird aber verstärkt, wenn während der Wirkdauer gleichzeitig Histamin aufgenommen oder freigesetzt wird. Die Symptome können innert Minuten, oder aber auch erst mit einer zeitlichen Verzögerung von vielen Stunden auftreten. HistidinHistidin ist eine Aminosäure mit wichtigen biologischen Funktionen. Beispielsweise ist sie ein unentbehrlicher Baustein von vielen Proteinen. Auch Histamin wird durch Decarboxylierung aus der Aminosäure Histidin gebildet. Das dazu befähigte Enzym heisst dem entsprechend Histidin-Decarboxylase.
QuellenangabenTipp: Der "zurück"-Button Ihres Browsers bringt Sie zur vorherigen Stelle zurück.
|
Werbung: |
Nach oben Aktualisiert am 02.01.2012, (c) Copyright 2009 by SIGHI | Spendenkonto: 85-386246-4 | Wichtige Hinweise |